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Bachelorarbeit Lisa Heise (2011)

Wasserretentationseigenschaften von Böden über den gesamten Feuchtebereich - ein Methodenvergleich

Zur Bestimmung hydraulischer Eigenschaften von Böden im mittleren bis niedrigen Feuchtebereich finden verschiedene Laborverfahren Anwendung. Besonders die Kenntnis des Wasserrückhaltevermögens eines Bodens ist hierbei von Interesse, etwa zur Beurteilung und Abschätzung der Wasserdynamik und Wasserspeicherung im Boden.

DECAGON WP4 Traditionell wird die Beziehung zwischen Bodenwasserspannung und Wassergehalt (Retentionskurve) im mittleren bis trockenen Bereich durch Drucktopf-Extraktoren ermittelt, in jüngerer Zeit findet zunehmend das WP4-Potentiameter der Firma DECAGON Verwendung. Bei diesem Verfahren wird für eine Bodenprobe mit vorgegebenem Wassergehalt das Wasserpotential über eine Messung der relativen Luftfeuchte im Gleichgewicht mit der Probe ermittelt. Ergänzt werden diese Methoden durch dynamische Verfahren zur Erfassung der Retentionskurve im eher feuchten Bereich. Ein Beispiel dafür ist das vereinfachte Labor-Verdunstungsverfahren nach Schindler (1980), für dessen apparative Durchführung und Auswertung mit dem Messsystem HYPROP© der Firma UMS GmbH München neuerdings ein kommerzielles Gerät zur Verfügung steht. Es gibt jedoch Hinweise auf Diskrepanzen zwischen den durch die Gleichgewichts- oder Verdunstungsmethode ermittelten Retentionsdaten.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Übereinstimmung der durch Drucktopf, WP4 und HYPROP ermittelten Retentionseigenschaften zu prüfen, sowie Aufschluss über die Kompatibilität und Zuverlässigkeit sowie Messbereichslimits der Methoden zu erlangen. Hierzu wurden für Böden unterschiedlicher Textur gepackte Bodenproben im Drucktopf entwässert und anschließend das Bodenwasserpotential mit dem WP4 bestimmt. Variiert wurden die Faktoren Äquilibrierungs-Zeitraum (1 bis 16 Tage), Lagerungsdichte (dicht, locker) und Druckstufen. Zusätzlich wurden mit dem WP4-Gerät die Bodenproben bis in den lufttrockenen Bereich (pF 6) vermessen. Dies erfolgte in zwei Messreihen, bei denen sich das Potential entweder als Folge einer Entwässerung (durch Verdunstung nach vollständiger Aufsättigung) oder durch Bewässerung der ofentrockenen Böden eingestellt hatte. Die so erhobenen Daten sollen zusammen mit den bereits vorliegenden Retentionsdaten aus HYPROP-Messungen verglichen werden.


Download Inhaltsverzeichnis und Zusammenfassung (pdf 173 KB)
Heise, L. (2011): Wasserretentationseigenschaften von Böden über den gesamten Feuchtebereich - ein Methodenvergleich. Bachelorarbeit, Abteilung für Bodenkunde und Bodenphysik, Institut für Geoökologie, TU Braunschweig (unveröffentlicht), 46 Seiten.
Kontakt: Prof. Dr. W. Durner, Bodenkunde und Bodenphysik, IGÖ, TU Braunschweig.

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